Neue Arbeitskulturen für das Tempowerk Hamburg

Offen gestaltet. Clever zoniert.

Bauen im Bestand, PLY part of KINZO, Hamburg, 2019

Neue Arbeitswelten beginnen nicht mit Möbeln. Sie beginnen mit der Frage, wie Menschen eigentlich arbeiten möchten. Für die Verwaltung und Kommunikationszentrale des hit-Technoparks entstand deshalb eine Arbeitsumgebung, die Offenheit und Konzentration nicht als Gegensätze versteht, sondern als Team.

Nicht jeder Open Space ist einer

Im Zentrum des Konzepts steht eine einfache Idee: Was auf den ersten Blick wie ein Open Space wirkt, ist in Wirklichkeit ein präzise austariertes Zusammenspiel aus Rückzug und Begegnung.

Die Tür als Werkzeug

Raumhohe Flügeltüren verbinden individuelle Arbeitsräume mit gemeinschaftlichen Bereichen und schaffen die Freiheit, zwischen konzentriertem Arbeiten und spontaner Zusammenarbeit zu wechseln. Manchmal genügt dafür ein Handgriff.

Die Küche als Kommunikationszentrale

Der großzügige Küchentresen bildet das kommunikative Herz des Büros. Von hier aus verteilen sich Gespräche, Meetings und Begegnungen in unterschiedliche Zonen, von der Bibliothek über Lounges bis zu Besprechungsräumen. So entsteht eine Arbeitslandschaft, die den täglichen Austausch mit Mietern, Besuchern und Partnern ebenso unterstützt wie den Fokus des Teams.

Materialität und Atmosphäre folgen dem Anspruch an Authentizität und Langlebigkeit: Holz, Glas, Messing, Sichtbeton und Kautschuk prägen den Raum und verleihen ihm eine ebenso robuste wie einladende Identität. Ergänzt wird dies durch ein Lichtkonzept, das funktionale Anforderungen erfüllt und zugleich eine überraschend wohnliche Arbeitsatmosphäre schafft.
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Über 600 Menschen arbeiten im hit-Technopark auf einem rund 30.000 m² großen Areal. Im Zentrum dieses Netzwerks befindet sich das Büro von Christoph Birkel und seinem Team: Servicepunkt, Kommunikationszentrale und Treffpunkt zugleich. Entsprechend lebhaft ist der Alltag, denn Besucher, Mieter und Handwerker kommen und gehen ständig. In dem neuen Büro entstand eine Arbeitswelt, die genau auf diese Dynamik reagiert: transparent, flexibel und offen, ohne dabei die Bedürfnisse konzentrierter Arbeit aus den Augen zu verlieren. Ein Ort, der zeigt, dass funktionierende Zusammenarbeit vor allem eines braucht: die richtigen Räume dafür.

Mit der Übernahme von Ply durch Kinzo im Jahr 2024 sind Erfahrungen, Teams und Expertise zusammengewachsen. Ausgewählte Projekte aus dem Ply-Portfolio werden seitdem als Teil des gemeinsamen Erfahrungsschatzes im Kinzo-Portfolio weitergeführt.

Fotos: Nina Struve
Kategorie PLY part of KINZO
Kunde Tempowerk
Jahr 2019
Typologie Technologiepark
Scope Innenarchitektur LPH 1-9