Für Ramboll entstanden zwei Arbeitswelten an sehr unterschiedlichen Standorten: in den historischen Wilhelmhallen in Berlin und im neuen Headquarter in der Hamburger Marzipanfabrik. Beide Projekte folgen derselben Haltung und verstehen das Büro als Ort für Austausch, Wissenstransfer und Begegnung, reagieren dabei jedoch auf völlig unterschiedliche räumliche Voraussetzungen und kulturelle Kontexte.
In den Wilhelmhallen, einer ehemaligen Eisengießerei, entstand eine Arbeitsumgebung, die Raum für Austausch, Konzentration und neue Formen der Zusammenarbeit bietet. Statt starrer Raumprogramme prägen offene Sichtachsen, flexible Nutzungen und multifunktionale Bereiche das Konzept. Das Ergebnis ist ein Ort, der sich an die Bedürfnisse seiner Nutzer anpasst und nicht umgekehrt.
Für den neuen Hauptsitz von Ramboll in der Hamburger Marzipanfabrik entstand auf rund 3.000 m² eine Arbeitsumgebung für knapp 190 Mitarbeitende. Das Ziel war nicht, möglichst viele Arbeitsplätze unterzubringen, sondern einen Ort zu schaffen, der Menschen zusammenbringt. Einen Ort für Austausch, Zusammenarbeit und all das, was auch die beste Videokonferenz nur begrenzt leisten kann.
Die besondere Herausforderung der Fläche lag in ihrer Struktur: Ein über 200 Meter langer Gebäuderiegel mit großer Raumtiefe und einer nahezu durchgängigen Abfolge von Räumen. Entlang der Mittelzone zieht sich eine durchgehende Holzstruktur durch das Gebäude. Der sogenannte „Holzwurm“ verbindet Telefonboxen, Bibliotheken, Meetingräume, Lounges und Servicebereiche zu einem zusammenhängenden Raumband. Er gliedert die Fläche, schafft Orientierung und verleiht dem Büro eine Identität, die man auch ohne Leitsystem versteht.
Zwei Standorte, eine Haltung
Ob in einer ehemaligen Berliner Eisengießerei oder in der Hamburger Marzipanfabrik: Beide Projekte zeigen, wie Arbeitswelten entstehen können, die bestehende Architektur respektieren, Unternehmenskultur sichtbar machen und Menschen in den Mittelpunkt stellen. Denn gute Büros sind heute nicht mehr nur Orte zum Arbeiten. Sie sind Orte, an denen Zusammenarbeit entsteht. Manchmal bei einem Workshop. Manchmal beim Kaffee. Und gelegentlich genau dazwischen.
Mit der Übernahme von Ply durch Kinzo im Jahr 2024 sind Erfahrungen, Teams und Expertise zusammengewachsen. Ausgewählte Projekte aus dem Ply-Portfolio werden seitdem als Teil des gemeinsamen Erfahrungsschatzes im Kinzo-Portfolio weitergeführt.
| Kategorie | PLY part of KINZO |
| Ort | Berlin, Hamburg |
| Kunde | RAMBOLL |
| Jahr | 2021 + 2022 |
| Typologie | Internationale Ingenieur-, Architektur- und Managementberatung |
| Scope | Innenarchitektur LPH 0-9 |
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